Case Study: Garagentore Weber
Garagentore Weber aus Rheinland-Pfalz war jahrzehntelang ein klassischer Empfehlungs-Betrieb. Saisonale Auftragsschwankungen, keine planbare Pipeline, Wachstum nicht steuerbar. Heute kommen über 200 Anfragen pro Monat aus Performance-Marketing. Diese Case Study zeigt den Weg dorthin — mit konkreten Zahlen und Lessons Learned.
Familienbetrieb mit zwei Monteuren in der Region Rheinland-Pfalz
- ~95 % aller Aufträge über Empfehlungen oder Stammkunden
- Auftragsschwankung Sommer ↔ Winter etwa 60 %
- Keine eigene Webseite mit Anfrage-Funktion
- Wunsch: zweiten Monteur einstellen, dafür planbare Auslastung nötig
Die Strategie: Drei Phasen, 9 Monate
Phase 1: Trust-Aufbau und Soft-Start (Monate 1–2)
Wir starteten mit dem Sammeln von Trust-Signalen: 12 Google-Bewertungen wurden binnen 4 Wochen von zufriedenen Stammkunden eingeholt. 6 Vorher-Nachher-Fotos aus laufenden Aufträgen wurden produziert. Eine fokussierte Anfrage-Landingpage wurde gebaut, optimiert für mobile Garagentor-Reparatur-Suche.
Erste Google-Ads-Kampagne ging live mit 400 € Werbebudget — fokussiert auf Reparatur-Keywords im 50-km-Radius. Resultat Monat 1: 22 qualifizierte Anfragen, 8 Aufträge.
Phase 2: Skalierung (Monate 3–5)
Werbebudget hochgefahren auf 800 €/Monat, zusätzliche Kampagnen für Sektionaltor-Kauf und Marken-Suchen (Hörmann, Teckentrup). Meta Ads gestartet mit 300 € Test-Budget, Vorher-Nachher-Carousel und kurzes Inhaber-Video.
Resultat Monat 5: 78 qualifizierte Anfragen, 23 Aufträge. Erstmals saubere Disposition möglich — Aufträge wurden 3 Wochen vorausgeplant. Der zweite Monteur wurde eingestellt.
Phase 3: Plateau und Expansion (Monate 6–9)
Werbebudget stabil bei 1.200 €/Monat. Anfragen-Volumen verdoppelte sich nochmals durch verbesserten Quality Score (Anzeigen mit hohem CTR werden günstiger). In Monat 9 erstmals über 200 Anfragen.
Familie Weber begann, in zwei Nachbarregionen zu expandieren — möglich, weil die Kapazität durch Werbung verlässlich gefüllt war. Heute laufen Kampagnen in drei Bundesländern.
Die Zahlen im Überblick
| KPI | Monat 1 | Monat 5 | Monat 9 |
|---|---|---|---|
| Werbebudget | 400 € | 800 € | 1.200 € |
| Anfragen/Monat | 22 | 78 | 204 |
| Cost-per-Lead | 18 € | 14 € | ~9 € |
| Aufträge/Monat | 8 | 23 | 62 |
| Umsatz aus Werbung | ~26.000 € | ~78.000 € | ~210.000 € |
Ø Auftragswert: ~3.400 €. Quelle: Werbe-Tracking + interne Auftragsbuch-Auswertung.
Was Familie Weber heute anders macht
- Disposition: Aufträge werden 2–3 Wochen vorausgeplant, statt täglich reaktiv.
- Mitarbeiter: Zweiter Monteur eingestellt, dritter geplant.
- Region: Aktiv in drei Bundesländern statt einem.
- Empfehlungen: Kommen nach wie vor — sind aber nicht mehr existenzkritisch. Werden zur Auftragsspitze, Werbung zur Grundlast.
- Zeit: Familie Weber arbeitet 15 Stunden/Woche weniger als vor 9 Monaten — bei höherem Umsatz. Entlastung durch bessere Planbarkeit.
Was Sie aus diesem Case mitnehmen sollten
Diese Zahlen sind nicht Standard, sondern Best-Case in einer mittelgroßen Region mit guter Kampagnen-Pflege. Aber: Auch in der Hälfte erreichten Werten — also 100 Anfragen/Monat statt 200 — wäre die wirtschaftliche Wirkung erheblich. Performance-Marketing funktioniert nicht für jeden Betrieb identisch, aber das Pattern ist konstant: Trust aufbauen, sauber starten, geduldig skalieren.
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